ArbeitgeberMagazin

Reiner Huthmacher: Wie Unternehmer bessere Personalentscheidungen treffen

Personalentscheidungen unter Zeitdruck, unklare Rollenprofile und Sympathie statt klarer Maßstäbe: Viele Unternehmer besetzen Stellen mehr nach Gefühl als nach Struktur und zahlen dafür später einen hohen Preis. Reiner Huthmacher von der Huthmacher Consulting GmbH zeigt, wie sich Einstellungen und Beförderungen demgegenüber auf eine belastbare Grundlage stellen lassen. Was seinen Ansatz auszeichnet und warum gutes Recruiting erst nach der Klärung der Rolle beginnt, erfährst Du hier.

Unternehmer und Geschäftsführer müssen Personalentscheidungen oft schnell treffen. Genau hierbei entsteht häufig, was Fachleute als Bauchdruck bezeichnen: Gemeint ist eine Mischung aus Zeitdruck und dem Wunsch, ein Problem möglichst rasch zu lösen. Klare Kriterien fehlen dann oft noch, obwohl die Entscheidung innerlich schon gefallen ist. Hinzu kommt ein weiteres Problem: In vielen Unternehmen sind Rollen nicht sauber definiert. Welches Ergebnis eine Position liefern soll, welche Verantwortung sie trägt und welche Arbeitsweise sie verlangt, bleibt damit weitestgehend unklar. Statt überprüfbarer Anforderungen zählen damit lediglich ein guter Eindruck, Sympathie oder ein überzeugendes Gespräch. Was zunächst passend wirkt, erweist sich im Alltag nicht selten als Fehlbesetzung. Reibung im Team, mehr Abstimmung und zusätzlicher Druck auf Führungskräfte sind die Folge.

„Wer keine einheitlichen Bewertungskriterien hat, entscheidet letztlich nach individuellem Eindruck und macht damit jede Personalentscheidung zu einem Glücksspiel, dessen Kosten das Unternehmen erst Monate später spürt“, warnt Reiner Huthmacher von der Huthmacher Consulting GmbH.

„Dabei ist das Problem lösbar – vorausgesetzt, man begreift Personalentscheidungen nicht als Einzelfälle, sondern als wiederholbare Prozesse, die durch klare Kriterien und überprüfbare Grundlagen gesteuert werden können“, fügt er hinzu. Als Geschäftsführer der Huthmacher Consulting GmbH arbeitet Reiner Huthmacher mit den unterschiedlichsten Unternehmen daran, Personalentscheidungen nachvollziehbar und belastbar zu machen. Im Mittelpunkt steht dabei immer die Frage der Passung zwischen Mitarbeiter, Rolle und Team. Diese soll dabei nicht vermutet, sondern konkret beschrieben und überprüfbar gemacht werden. Nach Ansicht von Reiner Huthmacher ist Recruiting deshalb nicht der Anfang einer guten Entscheidung. Sinnvoll wird es erst dann, wenn Klarheit über Rolle, Anforderungen und Onboarding besteht. Die Huthmacher Consulting GmbH setzt dafür unter anderem auf standardisierte Bewertungsmethoden sowie auf ergänzende Verfahren wie eine neurowissenschaftliche Persönlichkeitsanalyse. Auch das Onboarding gehört für die Huthmacher Consulting GmbH von Anfang an zur Entscheidung dazu, weil sich erst im Arbeitsalltag zeigt, ob die Passung wirklich trägt.

Beförderungen und Neubesetzungen: Wenn Leistung nicht gleich Eignung ist

Besonders deutlich zeigen sich die typischen Probleme vieler Unternehmen neben Neubesetzungen auch bei internen Beförderungen. Gute Leistung in der bisherigen Aufgabe wird dabei häufig mit Eignung für eine Führungsrolle verwechselt. Genau darin liegt jedoch ein Trugschluss. Führung verlangt eigene Fähigkeiten: Konflikte klären, Prioritäten setzen, Rückmeldung geben und Verbindlichkeit schaffen. Diese Kompetenzen muss man gesondert prüfen. Sie entstehen nicht automatisch aus fachlicher Stärke.

Als Geschäftsführer der Huthmacher Consulting GmbH arbeitet Reiner Huthmacher mit den unterschiedlichsten Unternehmen daran, Personalentscheidungen nachvollziehbar und belastbar zu machen.

Wird hingegen ein fachlich starker Mitarbeiter befördert, ohne dass diese Fähigkeiten sauber geprüft wurden, bleiben Entscheidungen oft liegen oder Konflikte spitzen sich zu. Selbst bei Kandidaten, die fachlich geeignet erscheinen, kann es Schwierigkeiten geben, wenn Kommunikationslogik und Arbeitsweise nicht zur neuen Rolle passen. So entsteht zwangsläufig eine Kette von Problemen: Zeitdruck, unklare Rollen, fehlende Prüfung der Passung und ein improvisiertes Onboarding.

„Wer eine Beförderung beschließt oder tragende Stellen besetzt, ohne die Anforderungen der neuen Rolle klar definiert zu haben, bewertet im Grunde die Vergangenheit – nicht die Zukunft. Das ist ein strukturelles Problem, kein individuelles Versagen“, betont Reiner Huthmacher.

Reiner Huthmacher von der Huthmacher Consulting GmbH über Struktur statt Eindruck: So geht es besser

Demgegenüber helfen strukturierte Verfahren dabei, subjektive Eindrücke zu begrenzen und Entscheidungen belastbarer zu machen. Ein wichtiges Werkzeug ist hierbei die sogenannte Scorecard: Dabei handelt es sich um eine Bewertungsmatrix, die festlegt, welche Kriterien beurteilt werden und wie Gesprächspartner ihre Einschätzung begründen müssen. So werden Entscheidungen vergleichbar und nachvollziehbar.

Ebenso aufschlussreich sind Arbeitsproben oder konkrete Fallbeispiele. Sie zeigen, wie ein Kandidat tatsächlich denkt und handelt, statt nur wiederzugeben, wie er sich selbst beschreibt. Verhaltensbasierte Fragen gehen in dieselbe Richtung: Dabei werden konkrete Situationen aus der Vergangenheit abgefragt, um belastbarere Hinweise als bei allgemeinen Aussagen über Eigenschaften zu erhalten. „Nur auf diese Weise gelingt es uns, dass Entscheidungen nicht von individuellen Eindrücken einzelner Personen abhängen. Das ist keine Bürokratie, sondern die Voraussetzung dafür, dass Personalentscheidungen überhaupt lernfähig werden“, so Reiner Huthmacher.

Ergänzende Analyse für mehr Klarheit

Ergänzend hierzu kann eine neurowissenschaftliche Persönlichkeitsanalyse eingesetzt werden. Dabei werden aus einer kurzen Sprechprobe stimmbezogene Muster- und Frequenzmerkmale ausgewertet. Das liefert Hinweise auf Arbeitsstil und Kommunikationsverhalten. Wichtig ist dabei: Die Ergebnisse sind keine endgültigen Diagnosen. Sie bieten vielmehr Anhaltspunkte dafür, wo Zusammenarbeit voraussichtlich stabil funktioniert und wo eher Reibung entstehen könnte.

„Wer mit dem Recruiting beginnt, bevor Rolle, Entscheidungslogik und Onboarding klar sind, beschleunigt lediglich die nächste Fehlentscheidung“, sagt Reiner Huthmacher.

Gerade für die Huthmacher Consulting GmbH ist dieser ergänzende Blick wertvoll, weil er die Entscheidung nicht ersetzt, sondern schärft. Wenn neben klaren Anforderungen auch Hinweise zur Kommunikationslogik vorliegen, lässt sich die Passung genauer beurteilen. Das schafft eine belastbarere Grundlage für Einstellungen und Beförderungen.

Reiner Huthmacher von der Huthmacher Consulting GmbH: Onboarding als Teil der Entscheidung

Ob eine Personalentscheidung trägt, zeigt sich außerdem nicht nur im Gespräch, sondern vor allem im Alltag. Genau deshalb ist Onboarding kein nachgelagerter Schritt, sondern ein zentraler Teil der Entscheidung. Erst dort wird sichtbar, ob Erwartungen, Arbeitsstil und Zusammenarbeit wirklich zusammenpassen. Hilfreich ist ein strukturierter 30-, 60- und 90-Tage-Plan. Er legt Ziele, Verantwortlichkeiten und Rückmeldungen klar fest. So lassen sich Abweichungen früh erkennen, bevor daraus größere Probleme werden. Eine ergänzende Passungsanalyse kann zudem helfen, das Onboarding gezielt auszurichten. Kommunikationsregeln, Entscheidungswege und Erwartungen werden dadurch von Beginn an klarer definiert.

Auf diese Weise können Unternehmen Fehlentscheidungen spürbar senken, wenn sie vor jeder Einstellung oder Beförderung ein klares Rollenprofil mit Muss-Kriterien und Ausschlusskriterien festlegen. Ebenso wichtig ist ein konkretes Ergebnis für die ersten 90 Tage. Es macht sichtbar, woran Erfolg gemessen wird und ob die Entscheidung tragfähig ist. Die Verbindung aus klaren Rollen, strukturierten Bewertungen, überprüfbaren Arbeitsproben und gezieltem Onboarding erhöht damit die Chance deutlich, dass Personalentscheidungen langfristig funktionieren. „Wer mit dem Recruiting beginnt, bevor Rolle, Entscheidungslogik und Onboarding klar sind, beschleunigt lediglich die nächste Fehlentscheidung“, bringt Reiner Huthmacher es auf den Punkt.

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