ProVision Infra Gründer im Interview: „Zutrittskontrolle ist keine Hausmeisterarbeit“

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Deutsche Unternehmen investieren Zehntausende in Alarmanlagen, Kameras und IT-Sicherheit. Und verteilen gleichzeitig mechanische Schlüssel, die jeder beim nächsten Schlüsseldienst kopieren kann. Ohne Protokoll, ohne Kontrolle, ohne Ablaufdatum.

Kaum jemand kennt diesen Widerspruch so gut wie Jannes Heino Baumann. Als Berufsfeuerwehrmann in Hamburg gehörte es zu seinem Alltag, Türen zu öffnen, Situationen einzuschätzen und unter Druck Entscheidungen zu treffen. Davor hatte er eine Ausbildung als Elektriker und IT-Systemkaufmann gemacht. Und auch nach der Feuerwehr blieb er den Türen treu: Er gründete einen Schlüsseldienst – und sah dort immer wieder dasselbe Bild.

„Alle reden über Cybersicherheit“, sagt Baumann. „Aber bevor wir an Firewalls und Kameras denken, müssen die Basics stimmen: Türen, Schlösser und die Frage, wer eigentlich wann wo reinkommt.“

Aus dieser Beobachtung wurde erst eine Überzeugung, dann ein Unternehmen: ProVision Infra.

Was Baumann bei seinen Kunden immer wieder erlebt: Das Thema Zutritt wird irgendwo zwischen Haustechnik und Facility Management abgelegt. Jemand verteilt die Schlüssel, jemand führt vielleicht eine Liste – und solange nichts passiert, hinterfragt niemand, ob das so reicht.

Aber die Verantwortung dafür verschwindet nicht, nur weil sich niemand zuständig fühlt. Unbefugte gelangen in Bereiche, die sie nichts angehen. Sensible Daten sind zugänglich. Und wenn nach einem Vorfall niemand nachweisen kann, wer wann wo war, haftet am Ende immer der Geschäftsführer. Nicht der Hausmeister, nicht die IT-Abteilung.

„Viele Unternehmer sagen mir: Das läuft schon immer so. Oder: Bis jetzt ist eh nie was passiert“, erzählt Baumann. „Aus meiner Zeit bei der Feuerwehr kann ich sagen: Jedes Unfallopfer dachte vorher genau das Gleiche.“

Und die Anforderungen werden nicht kleiner. DSGVO und die EU-Richtlinie NIS2 verlangen heute eine lückenlose Dokumentation darüber, wer Zugang zu sensiblen Bereichen hat. Wer das nicht nachweisen kann, riskiert empfindliche Strafzahlungen. Und wer im Schadensfall keine Nachweise hat, steht auch bei der Versicherung schlecht da.

Warum klassische Schlüssel mit der modernen Arbeitswelt nicht mehr mithalten

Was das Ganze zusätzlich verschärft: Die Arbeitswelt sieht heute anders aus als noch vor zehn Jahren. Teilzeit, Homeoffice, Gleitzeit, wechselnde Projektteams, externe Dienstleister – die Personalfluktuation ist so hoch wie nie. Mitarbeiter kommen und gehen, Verträge ändern sich, Zuständigkeiten wechseln.

Klassische Schlüssel können das nicht abbilden. Ein Schlüssel kennt keine Uhrzeit. Er unterscheidet nicht zwischen Montag und Samstag. Und er weiß nicht, ob die Person, die ihn in der Hand hält, ihn überhaupt noch benutzen darf.

„Die Putzkraft darf eigentlich nur dienstags und donnerstags zwischen 18 und 21 Uhr ins Gebäude“, sagt Baumann. „Aber mit einem klassischen Schlüssel kommt sie Tag und Nacht rein. Und keiner merkt es.“

Dazu kommt ein Aspekt, den die wenigsten auf dem Schirm haben: Zutrittslösungen wirken sich auch auf die Arbeitgeberattraktivität aus. Baumann erzählt von Unternehmen, die neuen Mitarbeitern schon am Tag vor ihrem ersten Arbeitstag eine Berechtigung aufs Smartphone schicken. Am Morgen kommen sie an, halten ihr Handy an die Tür und sind drin. Kein Klingeln, kein „Ich bin der Neue“, kein Warten, bis jemand aufmacht. Stattdessen das Gefühl: Hier gehöre ich hin.

ProVision Infra will nationaler Marktführer beim Thema Zutritt und Sicherheit werden.

Wie Baumann Unternehmer überzeugt – ohne PowerPoint

Wer mit Baumann zusammenarbeitet, merkt schnell: Hier berät kein Vertriebler, sondern jemand, der aus der Praxis kommt. Keine PowerPoint-Präsentationen, keine Fachbegriffe, die nur dazu da sind, Kompetenz vorzutäuschen.

„Unsere Sprache muss immer so sein, dass der Kunde alles auf Anhieb versteht“, sagt Baumann. „Wenn ich jemandem nicht in fünf Minuten erklären kann, warum unsere Zusammenarbeit für ihn sinnvoll ist, dann habe ich meinen Job nicht gemacht.“

Deshalb bringt er zu jeder intensiven Beratung Produkte mit. Chips, KeyCards, Lesegeräte – alles zum Anfassen und Ausprobieren. Kunden können direkt vor Ort testen, wie sich eine digitale Schließanlage im Alltag anfühlt. Wie schnell eine Tür per Smartphone aufgeht. Wie einfach eine Berechtigung vergeben wird.

Das klingt nach einer Kleinigkeit. Aber für viele Geschäftsführer ist es der Moment, in dem das Thema aufhört, abstrakt zu sein. Plötzlich geht es nicht mehr um Technik und Richtlinien, sondern um etwas Greifbares, das sie direkt mit ihrem eigenen Unternehmen verbinden können.

Und wenn es dann um die Umsetzung geht, bleibt Baumann persönlich der Ansprechpartner. Kein Callcenter, kein Ticketsystem. Wer anruft, bekommt innerhalb von 60 Minuten einen qualifizierten Rückruf. Garantiert.

Wo ProVision Infra in fünf Jahren stehen soll

Baumann denkt groß. Aktuell ist ProVision Infra vor allem im Raum Hamburg, Hannover und Niedersachsen unterwegs. Aber dabei soll es nicht bleiben.

„Ich bin überzeugt, dass Menschen in Zukunft beim Thema Zutritt und Sicherheit in ganz Deutschland als Erstes den Namen ProVision Infra im Kopf haben“, sagt Baumann.

Das Ziel ist klar: nationaler Marktführer. Von Kleinstbetrieben bis zum großen Mittelstand. Und der Weg dahin führt über genau das, was ProVision Infra heute schon auszeichnet – strategische Partnerschaften, bei denen beide Seiten wachsen. Kein schnelles Geschäft, bei dem nach der Installation der Kontakt abbricht. Sondern langfristige Begleitung, bei der ProVision Infra mit jedem Kunden mitwächst.

„Wir stehen nicht nur für Produkte und Dienstleistungen“, sagt Baumann. „Wir stehen für Sicherheit und Zuverlässigkeit.“

ProVision Infra

„Ich bin überzeugt, dass Menschen in Zukunft beim Thema Zutritt und Sicherheit in ganz Deutschland als Erstes den Namen ProVision Infra im Kopf haben“, sagt Baumann.

Noch ist ProVision Infra ein junges Unternehmen aus Norddeutschland. Aber wer mit Baumann spricht, merkt schnell, dass hinter dem Ziel mehr steckt als ein Vorsatz – die Kundenbewertungen, die Partnerschaften mit Herstellern wie EVVA und SimonsVoss und die wachsende Zahl an Unternehmen, die ihre Zutrittsverwaltung komplett an ProVision Infra abgeben, sprechen für sich.

Wer herausfinden will, ob das auch für das eigene Unternehmen Sinn ergibt, kann bei ProVision Infra ein unverbindliches Erstgespräch vereinbaren.

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