Kommunikationsabteilung: Großer Gap zwischen Wertschätzung und Erfolgsmessung

Die Unternehmenskommunikation genießt in den Führungsetagen ein gutes Ansehen: 41 Prozent der Top-Manager bewerten den Beitrag der Kommunikation zum Unternehmenserfolg als hoch oder sehr hoch. Dennoch basiert diese Anerkennung eher auf einem Bauchgefühl als auf harten Zahlen. Nur 14 Prozent der Vorstände und Geschäftsführer wurde der Impact der Kommunikation in KPIs nachgewiesen. Das sind Ergebnisse der IMPACT-Studie 2026 der PER Group, für die 300 Entscheiderinnen und Entscheider befragt wurden.
Zwischen dem Vertrauen und der Messbarkeit des tatsächlichen Erfolgbeitrags klafft somit bei der Unternehmenskommunikation eine Lücke von 27 Prozentpunkten. „Der Vertrauensvorschuss für die Kommunikationsabteilung ist unter dem zunehmenden Effizienz- und Budgetdruck nicht unbegrenzt belastbar“, warnt Dr. Roland Heintze, Geschäftsführer der PER Group. Andere Bereiche stehen deutlich besser da: So sind 52 Prozent der Topmanager von den harten Zahlen der IT überzeugt und 39 Prozent von denen des Marketings.
Kommunikationsabteilungen messen Effekte statt Impact
Auf den ersten Blick liegt das Beweisdefizit in der Unternehmenskommunikation nicht an der Datenbasis. 75 Prozent der Kommunikationsleiter bewerten Verfügbarkeit und Qualität ihrer Daten als sehr gut oder sogar ausgezeichnet. Zudem können 74 Prozent der Kommunikationsleiter – nach eigener Einschätzung – bei mindestens 60 Prozent ihrer Aktivitäten die Wirkung belegen. Doch: „Viele Kommunikationsabteilungen messen erfolgreich Effekte und nicht ihren Impact“, sagt Dr. Roland Heintze. „Der Brückenschlag von der Strategieumsetzung zur Erfolgskontrolle gelingt dagegen häufig nicht.“ 56 Prozent der Kommunikationsleiter sehen den Bruch in diesem Prozessschritt.
C-Level erwartet mehr als Reichweite
Was sich Vorstände und Geschäftsführer von der Kommunikationsabteilung wünschen, ist eindeutig: An erster Stelle steht der Return on Investment (ROI), gefolgt von einer Steigerung des Unternehmenswerts sowie einer Steigerung des Unternehmensgewinns.
„Die nächste entscheidende Entwicklungsstufe besteht darin, Strategie, Daten und Technologie in der Kommunikationsarbeit so zu verbinden, dass echte Wirkung für das Unternehmen entsteht“, sagt Dr. Roland Heintze. „Erst dann schließt sich das Impact Gap – und es eröffnet sich die Chance, größere Anteile des C-Levels vom Mehrwert der Kommunikation für den Unternehmenserfolg zu überzeugen.“
Interviews und Hintergrundgespräche
Dr. Roland Heintze steht für Interviews und Hintergrundgespräche zur IMPACT-Strategy zur Verfügung. Mögliche Themen sind der messbare Wertbeitrag von Unternehmenskommunikation, Kommunikation als C-Level-Funktion, Impact statt Output sowie die Frage, wie Kommunikation, Daten, Insights, KI und Technologie künftig zusammenspielen müssen.
Über die Studie
Die IMPACT-Studie 2026 der PER Group untersucht, wie Vorstände, Geschäftsführer sowie Entscheider aus Marketing und Unternehmenskommunikation den Wertbeitrag, die strategische Einbindung und den Wirkungsnachweis der Unternehmenskommunikation einschätzen. Für die repräsentative Online-Befragung wurden 300 Entscheiderinnen und Entscheider aus Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitenden in Deutschland, Österreich und der Schweiz befragt: 100 Vorstände und Geschäftsführer (C-Level) sowie 200 Entscheidungsträger aus Marketing und Unternehmenskommunikation.






