KI-Revolution: Gesundheits- und Life-Sciences-Branche vor entscheidendem Wendepunkt

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Bild © ManpowerGroup Deutschland GmbH Der Gesundheits- und Life-Sciences-Sektor steht weltweit vor einer doppelten Herausforderung: Während der Bedarf an medizinischer Versorgung durch demografischen Wandel, chronische Erkrankungen und ein sich wandelndes Gesundheitsbewusstsein weiter steigt, verschärft sich der Fachkräftemangel in der Branche dramatisch. Gleichzeitig wächst der Druck, Künstliche Intelligenz (KI) schneller und wirksamer in Prozesse, Forschung und Personalstrategien zu integrieren. Das zeigt der neue „World of Work Outlook 2026 – Ausblick für die Gesundheits- und Life-Sciences-Branche“ der ManpowerGroup.

Laut Report haben weltweit 77 Prozent der Arbeitgeber im Gesundheits- und Life-Sciences-Bereich Schwierigkeiten, qualifizierte Fachkräfte zu finden. Besonders betroffen sind pflegerische Berufe, medizinische Spezialisten sowie daten- und technologieaffine Rollen. Parallel dazu nutzen bislang nur 19 Prozent der Unternehmen KI umfassend, um ihre Einstellungs- und Recruiting- Prozesse zu verbessern – trotz ihres hohen Potenzials, Abläufe zu beschleunigen und Personalengpässe abzufedern. Auch geht es darum, z.B. die Produktion wieder in die Länder zurückzuholen und die damit verbundenen neuen Standorte erfolgreich und mit dem richtigen Personal aufzubauen.

„Die Gesundheitsbranche steht unter enormem Handlungsdruck: Der Fachkräftemangel gefährdet nicht nur Wachstum, sondern zunehmend auch die Versorgungssicherheit, gerade auch hier in Europa. Gleichzeitig bietet KI große Chancen – allerdings nur dann, wenn Unternehmen sie strategisch einsetzen und ihre Mitarbeitenden gezielt darauf vorbereiten,“ sagt Iwona Janas, Country Manager der ManpowerGroup Deutschland.

KI kann entlasten – ersetzt aber keine Menschen

KI wird bereits erfolgreich in Diagnostik, Früherkennung, Forschung, Arzneimittelentwicklung und Prozessoptimierung eingesetzt. Krankenhäuser und Pharmaunternehmen nutzen datenbasierte Analysen, „digitale Zwillinge“ und Automatisierung, um Effizienz und Qualität zu steigern. Dennoch bleibt die Akzeptanz auf dem Arbeitsmarkt eine zentrale Herausforderung. Viele Beschäftigte fühlen sich unzureichend vorbereitet, insbesondere im Umgang mit neuen Technologien.

Gleichzeitig betonen Arbeitgeber, dass ethisches Urteilsvermögen, Patientenorientierung und Kommunikationsfähigkeit zu den am schwierigsten automatisierbaren Kompetenzen zählen. Und diese Skills zählen gerade in den pflegerischen Berufen. Die Branche steht damit vor einem Balanceakt: technologische Innovation vorantreiben – und zugleich menschliche Fähigkeiten gezielt stärken.

Ohne strategische Workforce-Planung keine Zukunftssicherheit

Neben KI rückt die strategische Personalplanung in den Fokus. Steigende Kosten, geopolitische Unsicherheiten und der sogenannte „Patent Cliff“ (Umsatzrückgang, nach Ablauf des Patentschutzes für Blockbuster-Produkte) in der Pharmaindustrie erhöhen den Druck zusätzlich. Hier geht es um Milliardenumsätze und Veränderungen in der Wertschöpfungskette. Viele Unternehmen reagieren mit zurückhaltender Einstellungspolitik, was den Fachkräftemangel langfristig weiter verschärfen könnte.

„Wer heute ausschließlich auf Kostensenkung setzt, riskiert morgen Versorgungsengpässe und Innovationsverluste. Entscheidend ist eine vorausschauende Workforce-Strategie: mit gezieltem Upskilling, internationalem Recruiting und dem intelligenten Einsatz externer Fachkräfte,“ so Janas.

Der Report empfiehlt unter anderem:

  • gezielte Qualifizierungs- und Weiterbildungsprogramme für KI- und Digital-Kompetenzen
  • den Ausbau internationaler Talentpools
  • stärkere Mitarbeitendenbindung, insbesondere erfahrener Fachkräfte
  • integrierte Modelle des Total Talent Managements

Der World of Work Outlook 2026 für Healthcare & Life Sciences richtet sich an Entscheider, die Personalstrategien neu denken und ihre Organisationen zukunftssicher aufstellen wollen.

Den vollständigen Report findest Du hier: Healthcare & Life Sciences Trendreport

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